Das Los Alamos National Laboratory kauft 5000 Qubit-Quantencomputer von D-Wave

Das Los Alamos National Laboratory kauft 5000 Qubit-Quantencomputer von D-Wave
In die Zukunft schauen: D-Wave Systems gab bekannt, dass es das Los Alamos National Laboratory (LANL) mit einem hochmodernen 5000-Qubit-Quantencomputer ausstatten wird. Mit diesem Computer kann LANL Probleme lösen, für die herkömmliche Computer einfach nicht schnell genug sind.

LANL wurde ursprünglich während des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des Manhattan-Projekts zur Entwicklung der ersten Atomwaffen gegründet. Derzeit forschen sie in vielen wissenschaftlichen Bereichen, darunter erneuerbare Energien, Medizin und nationale Sicherheit. Diese Bereiche erfordern enorme Mengen an Rechenressourcen, um ihre Probleme zu lösen.

Dies wird die dritte Generation von Quantenpendlern sein, die LANL von D-Wave bereitgestellt hat. Die vorherige Iteration war ein 2000-Qubit-System, fĂĽr das LANL ĂĽber 60 Anwendungen entwickelte. Irene Qualters, stellvertretende Direktorin fĂĽr Simulation und Computing bei LANL, glaubt, dass das neue 5000Q-System “neue Forschungen zur Entwicklung von Quantenalgorithmen und neuen Werkzeugen” ermöglichen wird. Er betrachtet Quantencomputer als einen Forschungsschwerpunkt in Los Alamos.

Dieses neue System namens “Advantage” bietet mehr als doppelt so viele Qubits und eine neue Verbindungstechnologie. Dies ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad und ein geringeres Qubit-Rauschen.

Quantencomputer sind ein anderes Computerparadigma. Sie können es nicht unter Windows installieren und Crysis mit 5 Millionen FPS spielen. Sie ermöglichen es Forschern vielmehr, neue Algorithmen und Techniken zu entwickeln, die mit aktuellen Systemen nicht möglich sind. Der Heilige Gral soll in der Lage sein, die moderne Verschlüsselung zu durchbrechen, die selbst in den mächtigsten traditionellen Systemen nicht erreichbar ist.

Wenn Sie die neuesten Branchennachrichten auf Quantencomputern verfolgen, sollte die Zahl von 5.000 Qubit etwas seltsam aussehen. IBM hat kürzlich ein 53-Qubit-System auf den Markt gebracht, und Google entwickelt einen 72-Qubit-Quantencomputer. Während das D-Wave-System etwa das 100-fache der Qubits hat, bedeutet dies nicht, dass das System 100-mal schneller ist. Sie verwenden eine Technik namens Quantenglühen, die sich grundlegend von den universellen Quantentoren von IBM- und Google-Computern unterscheidet. Sie wurden entwickelt, um verschiedene Arten von Problemen zu lösen, sodass Vergleiche zwischen ihnen irrelevant sind.

D-Wave wird nächste Woche auf der Anwenderkonferenz in Rhode Island weitere Details bekannt geben.